Wie Essen, Darm und Stimmung zusammenhängen. Was wir essen, beeinflusst nicht nur unseren Körper, sondern auch unsere Stimmung, Energie und
unser Wohlbefinden. Stressessen, schnelle Snacks oder Soulfood?
In diesem Monat geht es um Essen, Bauchgefühl und mentale Gesundheit und darum, wie eng Körper und Psyche eigentlich verbunden sind.
Sei wieder dabei und tausche dich über deine Erfahrungen, Gedanken und Fragen aus.
Es gehört zum Generationenunterschied, in dem wir hier miteinander im Gespräch sind, dass einer wie ich zwar sehr gern isst - allerdings den Großteil seines Lebens nie über die Zusammensetung und die Nährhaltigkeit seines Essens nachgedacht hat.
Ich habe schlicht und einfach kaum jemals auf einen Zusammenhang zwischen dem, was ich aß und dem, wie es mir geht, geachtet.
(Beim Trinken ist das anders, weil die Wirkung ungesunden Trinkens (zumindest wenn das Getränk alkoholisch ist) nicht lange auf sich warten lässt.
Und auch die "ethische" Seite des Essens habe ich lange zu wenig bedacht (Massentierhaltung, Übermaß von Fleischkonsum... z.B.).
-
Die Veränderung meines Essverhaltens hat in den letzten ca. 15 Jahren mit dieser ethischen Seite zu tun - das geht nicht anders, wenn man jemand sehr gut kennen lernt, der in dieser Hinsicht hochsensibel ist, auf regionale Kost achtet - und Fleischkonsum komplett ablehnt.
An dem Satz: der Mensch ist, was er isst - ist wohl etwas Wahres.
-
Das Ergebnis bei mir ist ein Kompromiss, der sicher zu gesünderem Essen (mit erheblich reduziertem Fleischanteil) geführt hat - allerdings nicht das Interesse an den Wirkweisen der Nährstoffe beflügelt (ich weiß nicht wieso; vermutlich ist es meine Bequemlichkeit - und, etwas freundlicher, auch eine gewisse Bedürfnislosigkeit).
Nach wie vor bringe ich weder meine seelischen Hochs noch meine Tiefs mit meinem Essverhalten zusammen - ich finde für beide Zustände immer überzeugendere, andere Gründe oder Ursachen und esse in beiden Fällen ungefähr gleich weiter. -
Ich mag festlich gedeckte Tische.
Ich mag Pommes mit Ketchup beim Baumarkt draußen lieber als drinnen in einer Wohnung (habe also keine Fritteuse z.B.).
Ich gehe auch manchmal gern essen (ist aber wirklich teuer geworden).
Kochen: ist eine große Kunst (gerade Saucen); ich würde sagen, ich kann kochen, aber kenne auch da meine Grenzen (zumal es in meiner Familie Köche gab).
-
Kurz, und aus dem Bauch gesagt und geschrieben: das Thema schmeckt - schön, dass da schon einige profunde Beiträge geschrieben worden sind.
:)
bke - Christian
Hi willow,
danke für deinen tollen Beitrag.
Grundsätzlich ist es ja gut, wenn man sich gesund und nahrhaft ernährt.
Und davon lese ich bei dir ganz viel.
bke-Claudia
hallo zusammen,
ich beschäfige mich schon eine ganze weile mit der richtigen ernährungsform, ich habe über ein halbes jahr nur proteine und gemüse gegessen und so gut wie gar keine kohlenhydrate. irgendwann habe ich aber gemerkt, dass es für meinen körper nicht das richtige ist.
dann wurde mir von einer freundin vorgeschlagen, ob ich mal über antientzündliche ernährung nachgedacht habe. ich wollte es auch probieren, hatte es bisher immer nur für einzelne gerichte geschafft. diese soll das gehirn stärken (vor allem omega- 3- fetsäuren, antioxidantien und auch dunkle schockolade), die ernährungsform stärkt auch die darm-hirn-achse und reguliert cortisol und serotonin (durch ausreichend protein und magnesium).
ich merke schon einen unterschied. in stressigen phasen fehlt mir zwar oft die kraft zu kochen, aber mein körper schreit dann förmlich auch oft nach gemüse/obst usw. aber dann die kraft aufzubringen und vor allem das geld. ich finde allgemein ist essen ja sehr teuer geworden und wenn man dann auf bestimmte qualität schauen will ist es ganz schön schwierig.
das spannende ist ja auch, wenn man früh zucker isst, wird man schneller wieder müde oder gar nicht erst richtig wach. wichtig ist halt auch so schauen wie sich welches lebensmittel abbaut und am effizientesten energie liefert. und nicht ganz auf fett zu verzichten, aber dann halt lieber zu pflanzlichen fetten zu greifen. wären auch z. b. nüsse, avocado usw.
ich denke schon, dass eine feste essensroutine und gesunde ernährung die stimmung positiv beeinflussen kann. evtl kann man für schwierige zeiten auch vorkochen bzw. gibt es mittlerweile auch so viel geschnippeltes tiefkühlgemüse usw. und evtl steigt man auch weg von den weizenprodukten, da diese auch nur kurzfristig energie liefern.
wie feline auch merke ich, dass man von bestimmten essen abhängig wird. nach meiner langen zeit ohne kohlenhydrate habe ich zuerst nur so dunkle schokolade gegessen und dann leider doch immer mal wieder richtigen zucker und das bereue ich, weil ich jetzt halt wieder so oft süßes esse und mich das ehrlich nervt, weil mich macht so ein herzhaftes essen eigentlich viel länger glücklich und ich mag den geschmack von süßem auch nicht so lange im mund..
ich denke ich werde da auch in zukunft nochmal mehr drauf achten wieder.
ich finde so gewohnheiten vor allem wenn sie mit stress zu tun haben, kann man so schwer umstellen, aber es ist auf alle fälle ein gewinn.
was ich auch schwer finde, wenn einem nie so gesundes essen vorgelebt wurde bzw. die wichtigkeit davon. bei mir daheim gab es immer fertig essen und mir fehlt dann auch oft die kraft kompliziertes neues zu probieren. bzw. die inspirationen, wobei ich schon viel neues probiere.
liebe grüße willow
Guten Abend,
Mir fallen beim Thema Essen folgende Themen ein, die ich „lecker“ finde:
Liebe Grüsse
bke-Kira
Hi Feline,
vielen Dank, dass du deine Gedanken so offen mit uns teilst.
Du hast bereits einschlägige Erfahrung mit Ernährungsumstellung und den positiven Auswirkungen auf dein Wohlbefinden und dein Psyche gemacht. Ich kann sehr gut nachvollziehen, und danke, dass du diesen Aspekt mit in die Themenwoche einbringst, wie herausfordernd es sein kann, sich gesund zu ernähren, insbesondere in schwierigen Zeiten.
Ich finde die Verbindung zwischen Ernährung und Psyche wirklich faszinierend.
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht und Tipps, wie ihr mit den Herausforderungen umgegangen seid, die mit Essgewohnheiten und emotionalem Essen verbunden sind?
Ich freue mich auf eure Beiträge.
Lieben Gruß.
bke-Fritzi
Hi zusammen,
ich musste mich schon viel mit diesem Thema beschäftigen, weil ich sehr viele Allergien und Unverträglichkeiten habe. Von einer Darm-Hirn-Achse habe ich noch nie gehört, aber darüber werde ich mal noch ein bisschen was lesen.
Was ich früher viel gemerkt habe, als ich noch nicht diese Tests gemacht hatte, da war ich immer müde und ich konnte mich nicht konzentrieren und hatte eigentlich Dauerbauchweh. Manchmal habe ich dann einfach nichts gegessen, nur um die Bauchschmerzen zu vermeiden, aber damit ging es mir dann auch schlecht, weil irgendwann hat man keine Kraft mehr, keine Muskeln und das schlägt dann auch sehr auf die Psyche.
Nachdem ich die Testergebnisse bekommen habe, musste ich komplett meine Ernährung umstellen und habe mich seitdem viel damit beschäftigt. Seitdem bin ich alles andere als müde, das war das erste was mir aufgefallen war und ich bin wacher und hatte auch mehr Lust darauf Dinge zu unternehmen, weil ich mehr Energie hatte, die Bauchschmerzen sind nur noch wenig, wenn ich eben mal was falsches esse.
Ich merke aber beispielsweise auch unabhängig von den Unverträglichkeiten, dass mich viel Zucker unruhig macht und auch oft schnell wieder Heißhunger und das halte ich dann oft nicht gut aus psychisch und das löst manchmal auch Krisen aus. Andererseits macht Zucker manchmal auch ruhiger… Ich merke auch, dass zu viel Kaffee mir nicht guttut. Ich bin eh ein sehr unruhiger Mensch und zu viel macht dann manchmal sogar Herzrasen und Panik. Es ist aber auch viel Arbeit, wenn man viel selbst kochen und backen muss und die Kraft dazu habe ich beispielsweise nicht immer.
Ich esse leider sehr sehr gerne Eis oder Schokolade. Da merke ich auch, gerade in Kombi mit Kaffee, dass mich das manchmal richtig pusht und aus einem Tief rauszieht, aber meistens sinke ich ein paar Stunden danach dann noch tiefer als ich es vorher war. Trotzdem ist es schwer anders zu handeln. Ich versuche auf meine Ernährung zu achten und versuche gesunde Lebensmittel zu essen und schaue, dass das, was ich esse wenig Zutaten hat oder mache dann meine Gerichte selbst, ohne diese Zusätze. Es ist schwer, aber andererseits habe ich ja wenig Alternativen.
Was mich zurzeit dabei am meisten beschäftigt ist, dass man von Zucker und so Seelentrösteressen gefühlt abhängig wird. Bis vor ein paar Monaten habe ich das nicht so gebraucht und ich hatte feste Essensroutinen, aber in den letzten Monaten war ich ziemlich schwer depressiv und in Krisen und habe dann nur noch gegessen, um zu überleben, egal was. Und seitdem kann ich mit den Süßigkeiten nicht mehr aufhören und das ärgert mich ziemlich. Vor allem, weil ich das bis vor einem Jahr echt nicht so gebraucht habe. Und das stresst mich, weil ich mich dadurch nicht mehr so frei fühle und unabhängig. Zucker und Junk-Food macht sehr wohl sehr abhängig. Also das ist meine Erfahrung.
Also ich glaube schon, dass mein Stresslevel auch etwas mit meiner Ernährung zu tun hat. Ich fühle mich auch besser, wenn ich weiß, ich habe mich gut ernährt. Also das gibt nicht nur dem Körper ein gutes Gefühl, sondern auch der Seele.
Was ich aber noch gern erwähnen möchte ist, dass man es mit Depressionen aber oft nicht schafft sich gesund zu ernähren, weil man die Kraft dazu nicht hat sich gesundes Essen selbst zu machen und Junk-Food geht einfach schneller und macht wenig Arbeit. Und lieber Junk als nichts. Was dann natürlich den Kreislauf noch verstärken kann.
So, das waren meine Gedanken dazu.
Liebe Grüße
Feline
Hallo liebe Forumis,
angeregt durch die Idee einer Userin hier, möchte ich mit euch in diesem Monat über ein spannendes Thema sprechen. Es geht um Ernährung und ihre Wirkung auf die psychische Gesundheit.
Wusstet ihr, dass das, was wir essen, nicht nur unseren Körper beeinflusst, sondern auch unsere Stimmung, unsere Energie und unser allgemeines Wohlbefinden?
Ein faszinierender Aspekt dieser Verbindung ist die Darm-Hirn-Achse. Vielleicht habt ihr davon schon einmal gehört? Sie bildet den direkten Kommunikationsweg zwischen unserem Gehirn und unserem Darm. Ja, richtig gehört!
Euer Bauch hat tatsächlich Einfluss auf eure Stimmung.
Neueste Forschungen zeigen, dass ein gesunder Darm positive Bakterien produziert, die unsere psychische Gesundheit fördern können. Studien zeigen sogar, dass eine ausgewogene Ernährung das Risiko für Depressionen und Angstzustände senken kann.
Stellt euch vor, ihr habt einen langen Tag hinter euch. Ihr seid müde und gestresst.
Was greift ihr als Erstes? Vielleicht Chips und Süßigkeiten?
Das ist natürlich verlockend. Aber wisst ihr, dass solche Lebensmittel oft nur kurzzeitig „Glückshormone“ freisetzen und uns danach noch müder fühlen lassen können? Das liegt daran, dass sie schnell verdauliche Zucker enthalten, die uns einen kurzen Energieschub geben, aber dann zu einem schnellen Abfall führen.
Auf der anderen Seite gibt es Lebensmittel, die langanhaltende Energie liefern und unsere Stimmung stabilisieren können. Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Obst, Gemüse und Nüsse sind nicht nur nährstoffreich, sondern enthalten auch viele Vitamine und Mineralstoffe, die wichtig für unser Gehirn sind.
Diese Nahrungsmittel helfen, die Konzentration zu verbessern und Stress abzubauen.
Was sind eure Erfahrungen mit Ernährung und Stimmung?
Habt ihr vielleicht sogar schon positive Veränderungen bemerkt, nachdem ihr eure Essgewohnheiten umgestellt habt?
Glaubt ihr, es gibt einen Zusammenhang zwischen dem, was ihr esst, und eurem Stresslevel?
Ich freue mich auf eure Beiträge.
Lieben Gruß.
bke-Fritzi